Donnerstag, 16. Mai 2019

Was bedeutet SUP für den Getränkeautomaten?

Was bedeutet SUP für den Getränkeautomaten?

Im März 2019 verabschiedete das EU Parlament die Richtlinien über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt (SUP). Ziel der Richtlinie ist es, die Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt, insbesondere auf die Meeresumwelt und die menschliche Gesundheut zu vermindern und dabei den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft mit innovativen sowie nachhaltigen Geschäftsmodellen zu fördern. Weiterhin sollen Kunststoffprodukte vermieden werden.

Welche Folgen sind hieraus für die Vendingbranche zutragen? 

Da Plastikverpackungen sind zu vermeiden sind, wir gleichzeitig mit Lebensmitteln arbeiten und somit einen hohen Hygienestandard bieten müssen, ist es jetzt zunächst die Aufgabe der Industrie geeignete Verpackungsalternativen zu finden.  Sicherlich werden wir zukünftig wieder mehr Glasflaschen im Kaltegetränkeautomaten finden. Weiterhin wurden bereits alle Flaschen/Dosen, bis auf geringe Ausnahmen im Pfandsystem integriert.  Dies hat bereits schon zu einer Preissteigerung am Kaltgetränkeautomaten geführt.

Weiterhin ist zu vermuten, dass ab 2021 die Kunststoffbecher im Heißgetränkeautomaten ersetzt werden müssen. Hier entwickelt die Industrie bereits Papieralternativen, die den hygienischen Anforderungen gerecht werden und als Altpapier entsprechend entsorgt werden können. Die herkömmlichen Papierbecher, die wir zurzeit aus dem Kaffee to Go Bereich kennen, fallen dabei ebenso unter diese „Kunststoffverbotsverordnung“, da diese Einwegartikel teilweise Kunststoff beinhalten. Es gilt als jetzt die Herausforderung „einen dichten Heißgetränkebecher“ stapelfähig, für Heißgetränkeautomaten herzustellen.

Es darf gehofft werden, dass die Politik hier nicht nur in Überschriften denkt und Einwegbecher für den Gebrauch in der Produktion oder auch in Krankenhäusern weiter zulässt. Mehrweg-Geschirr ist aus hygienischen und auch technischen Gründen aus Kaffeeautomaten als Standgeräte nicht möglich.  

Die Öko-Bilanz eines Einweg-Bechers ist auch bei weitem besser, als die Geschirrvariante. Allerdings sollte der Nutzer von Kaffeeautomaten in Betrieben heute schon darauf hingewiesen werden, dass die Tasse Kaffee in Produktionshallen teurer werden wird. Umwelt kostet Geld!


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