Sonntag, 23. Juni 2019

Einwegbecher und Kaffeeautomaten am Arbeitsplatz

Verbot von Einwegbecher betrifft fast jeden Kaffeeautomaten in Betrieben

Zur Zeit diskutieren wir über die richtigen Maßnahmen für den Umweltschutz. So wird zur Zeit über ein Verbot von Einwegbecher diskutiert, denn grundsätzlich hat sich in der Öffentlichkeit die Meinung durchgesetzt, dass für unsere Umwelt Mehrwegsysteme besser sind als Einwegsysteme.

Dies ist allerdings nur der Fall, wenn wir „Grünstrom“ bei den Spülvorgängen verwenden und wenn wir  gewisse Umlaufzahlen im Mehrwegsystem erreichen.  In der Realität ist dies jedoch nicht der Fall. Außerdem diskutieren wir über den richtigen Materialeinsatzes in diesem Bereich. Kunststoffe sollen vermieden werden.

Die Industrie arbeitet zur Zeit mit Hochdruck an der Zusammensetzung und Recyclingfähigkeit von Einwegbechern. Verbundstoffe, also eine Vermengung von Papier und Kunststoffe sollen dabei vermieden werden. Bereits heute gibt es reine Papierbecher und PET Becher, beide Sorten lassen gut recycelt. Das duale System in Deutschland ist dabei einmal in Europa und sorgt für einen guten Materialkreislauf. Hier sind wir bereits Vorreiter. 

Der Genuss von Kaffee aus Mehrwegbechern ist heute schon flächendeckend eine Selbstverständlichkeit, hier hat der Markt eine Vielfalt von Varianten hervorgebracht. Kaffeeautomaten besitzen in der Regel eine sog. Becherstornotasse, so dass in den Betrieben jeder Verbraucher hier frei entscheiden kann. 

Es gibt gute Gründe hier kein generelles Verbot für Einwegbecher auszusprechen.

In Krankenhäusern und Betrieben sind die hygienischen Bedingungen nicht immer Mehrweg geeignet. Hier eine Mehrweglogistik entsprechend aufzubauen ist ökologisch und ökonomisch sowie sozial unverträglich und damit nicht nachhaltig. 

Ökologisch, weil in vielen Fällen es unter laufenden Wasser zu Einzelspülvorgängen kommt und der Wasserverbrauch relativ hoch und der Spülmittelverbrauch entsprechend ist. 

Ökonomisch, weil die Spülvorgänge teurer sind und wir hier eine Infrastruktur für Wasser, Abwasser usw. aufbauen müssen. Außerdem würden Arbeitszeiten in den Betrieben beansprucht werden. Weiterhin finden Spontaneinkäufe nicht mehr statt, so dass ca. 50 % der Automaten in der Produktion aus Rentabilitätsgründen wegfallen. 

Unsozial, weil der Preis für Tasse Kaffee am Arbeitsplatz um mindestens  25 % steigt und es gerade hiervon Arbeiter in Produktionshallen überproportional betroffen sind. Die Zeche bezahlen dann wieder die Facharbeiter. In der Vendingbranche fallen außerdem ca. 10.000 Arbeitsplätze diesem Verbot zum Opfer, ohne dass wir unsere Umwelt dadurch verbessern.

Einweg-Heißgetränkebecher gezielt eingesetzt sind somit sinnvoller als ein generelles Verbot von Einwegbechern. Hierzu kommt noch der mangelhafte Beitrag eines Verbotes zum Umweltschutz, denn gerade mal 0,3 % aller Papierverpackungen und 0,08 % des Papierverbrauches verursachen EW-Becher. Außerdem ist Papier eine natürliche Resource, die wir in der Forstwirtschaft erwirtschaften, es werden mehr Bäume angepflanzt, als verbraucht werden.  

Fazit:

1. Ein generelles Verbot führt zu unverträglichen Kaffeepreisen in den Betrieben

2. In den Büroetagen kommt bereits Mehrweggeschirr zum Einsatz

3. Die kleine Kaffeepause in den Produktionsbetrieben fällt vielfach aus

4. Bis 10.000 Arbeitsplätze sind gefährdet 

5. Papierbecher sind nachhaltig und stellen somit keine Umweltbedrohung da. Es handelt sich Altpapier

6. Papierbecher am Arbeitsplatz haben eine bessere Ökobilanz als Mehrwegbecher




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