Mittwoch, 8. Mai 2019

Bezahlen mit dem Smartphone, bald auch am Verkaufsautomaten möglich

Das kontaktlose Bezahlen per Handy steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Vor allem an der Supermarkt-Kasse wird das Shoppen via Smartphone aber mittlerweile von verschiedenen Anbietern unterstützt. Das Handy gewinnt dabei aber zunehmend an Bedeutung im modernen Bezahlsystemen,Es 

 Es ist wichtig, dass einfache und schnelle für alle Smartphone Betriebessysteme angeboten werden.

Bezahlen per Handy: Mobile Payment Die Idee des "Mobile Payment", des Bezahlens per Handy, ist nicht neu: Anstelle vieler verschiedener Karten mit jeweils einer eigenen PIN für den bargeldlosen Zahlungs­verkehr oder dem ständigen Suchen nach Kleingeld für Parktickets oder Busfahrkarten soll das Handy genügen, um bargeldlos einzukaufen.

Nach wie vor gibt es allerdings kein einheitliches Bezahlsystem: Mobiles Bezahlen wird seitens der Anbieter sehr unterschiedlich realisiert, beispielsweise per NFC  (Near Field Communication) oder gescanntem QR-Code in Kombination mit einer speziellen Smartphone-App. 

Je nach technischer Ausführung gestaltet sich Mobile Payment damit mehr oder weniger kompliziert.

Dies ist einer der Gründe, weshalb Kunden bislang noch zurückhaltend auf entsprechende Angebote reagieren, hinzu kommen Sicherheits- und Datenschutz­bedenken sowie die Tatsache, dass deutsche Kunden immer noch am liebsten mit Bargeld bezahlen. 

Dennoch soll laut Prognosen von Vertretern der Bundesbank und Kreditkartenunternehmen wie Visa die Anzahl der Akzeptanzstellen weiter steigen und das Bezahlen per NFC mit dem Smartphone bis 2020 an allen Kassenterminals zum Standard werden.

Das bargeldlose Bezahlen per Handy gibt es bei Aldi Nord seit Juni 2015, bei Aldi Süd und Lidl seit Dezember 2015, Rewe stieg erst 2016 ein. An der Supermarkt-Kasse muss für den Bezahlvorgang lediglich das Smartphone in einem Abstand von bis zu vier Zentimetern über das Display des Bezahlterminals gehalten werden. Die Daten­übertragung zwischen Handy und Kassenterminal erfolgt dabei über Nahfunk (NFC). Der entsprechende Betrag wird dann über eine zuvor installierte Wallet-App, häufig auch virtuelle oder digitale Geldbörse genannt, vom Kreditkarten- oder Giro­konto abgebucht.

 Inzwischen gibt es außerdem Bezahl-Apps, die nach dem Prepaid-Prinzip funktionieren und automatisch mit einem bestimmten Betrag wieder aufgeladen werden, wenn das Guthaben zur Neige geht. Die genannten Anwendungen werden auch in weiteren Supermärkten, Shops, Kaufhäusern und Tankstellen als Zahlungsmittel akzeptiert. Inzwischen haben auch einige Banken und die Sparkasse eine entsprechende Funktion in ihren hauseigenen Mobile Banking-Apps integriert.

NFC-Logo für kontaktloses Bezahlen an den Kassenterminals NFC-Logo für kontaktloses Bezahlen an den Kassenterminals Um mobil bezahlen zu können, ist ein NFC-fähiges Smartphone mit aktuellem Android-Betriebssystem (mindestens Android 4.4) und einem integrierten NFC-Chip erforderlich.

Bis zu einem Einkaufswert von 20 oder 25 Euro gibt es je nach Bezahl-App häufig keine PIN-Abfrage. Für viele Kunden stellt dies ein Sicherheitsrisiko dar. Die generelle Aktivierung der PIN-Eingabe sollte gegebenenfalls beim jeweiligen App-Anbieter erfragt werden.

Bei anderen Apps (wie beispielsweise Google Pay) wird gänzlich auf eine PIN-Angabe verzichtet. Hier wird die Sicherheit dadurch gewährleistet, dass eine Zahlung allgemein nur mit entsperrtem Smartphone möglich ist. Ist das Smartphone nicht durch Passwort, Fingerabdruck, Iris, Gesichtserkennung usw. geschützt, ist eine Nutzung nicht möglich. Der Coupon-Anbieter Payback hat eine eigene Bezahl-App entwickelt, mit der unter anderem bei real, Galeria Kaufhof, dm, Aral und Allnatura über QR-Code und NFC bezahlt werden kann. Die Supermarktketten Edeka, Marktkauf und Netto setzen auf Bezahllösungen mit einer eigenen App ohne NFC.

NFC und QR-Code als Bezahlung zu nutzen ist sicherlich heute bereits als Zahlungsmittel auch bei Verkaufsautomaten möglich. Der Schritt bis zur Händynutzung am Automaten ist dabei nur noch klein. Die Fachwelt geht davon aus, dass bis Mitte 2020 hier neue Systeme marktreife erlangen, so dass der Heißgetränkeautomat oder auch Süßwarenautomat per Handy als Zahlungsmittel akzepieren wird. 



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